In der vergangenen Woche waren gerade die Triathletinnen des SV Hullern 68 bei hochsommerlichen Temperaturen wieder sehr aktiv.
Am Mittwoch startete Madeleine Schneider beim Blaulichtlauf in Gelsenkirchen über die 10 km-Distanz, während Maike Bußmann sich den Channel-Triathlon in Rheine am Sonntag für ihr Debüt im Triathlon ausgesucht hatte.
Sie hatte hier für die olympische Distanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen gemeldet.Bei dieser Veranstaltung war auch ihre Teamkameradin Luisa Franke für die
„Race-Raketen“, einer familiär geprägten Damenstaffel, über die Volksdistanz von
0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen am Start.
Luisa hatte sich hier für einen Einsatz auf der Radstrecke entschieden.
Aber jetzt erstmal von Anfang an. Am letzten Mittwoch hatte sich Madeleine Schneider beim Blaulichtlauf Gelsenkirchen an der Veltins-Arena an die Startlinie des 10Km-Laufes gestellt.
Trotz der stark ansteigenden Temperaturen und der beginnenden Schwüle hatte sie sich vorgenommen, die durchaus kupierte Strecke um die Arena und das „Parkstadion“ sowie durch den Park am „Berger See“ und am altehrwürdigen „Schloss Berge“ vorbei, in einer Zeit unter einer Stunde zu durchlaufen. Gleich nach dem Start wurde von der Führungsgruppe direkt ein hohes Tempo vorgelegt, bei dem Madeleine sich sofort zurückhielt, um ihr selbst gestecktes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Sie fand sich dadurch in einer Gruppe im Mittelfeld wieder und konnte sich so immer wieder an den anderen Läuferinnen und Läufern orientieren und motivieren. Immer wieder kontrollierte sie auf der Strecke ihre Zwischenzeiten und als sie dann auf die Zielgerade einbog und den Zielbogen passierte, blieb die Uhr bei 57 Minuten und 22 Sekunden stehen. Noch mehr als über die Platzierung, sie erreichte in der Damenwertung Platz 65 und in ihrer Altersklasse Platz 7, freute sie sich über ihre erzielte Zeit, mit der sie deutlich unter ihrer eigenen Vorgabe blieb.
Am Sonntag folgte dann der erste Triathlon von Maike Bußmann am Dortmund-Ems-Kanal in Rheine.
Maike hatte sich mit einem ganzen Tross von „Supportern“ dorthin auf den Weg gemacht. Da der Start über die olympische Distanz erst für 14:15 Uhr terminiert war, hatte sie noch genügend Zeit sich auf dem Wettkampfgelände umzusehen und sich die wichtigsten Punkte der Streckenführung gut einzuprägen. Nach dem Check-In hatte sie ihr Rennrad an ihren Wechselplatz gestellt und ihre Ausrüstung bereitgelegt. Dann ging es zur angekündigten Zeit los und die Meute der olympischen Triathletinnen und Triathleten machte sich auf den Weg. Maike hatte vor dem Start noch großen Respekt vor ihrer Wackeldisziplin Schwimmen, doch im Kanalwasser hatte sie diesen schnell abgelegt und fand einen guten Schwimmrhythmus. Schon nach gut 33 Minuten verließ sie die Schwimmstrecke im Kanal über die vorgesehene Rampe und machte sich auf den Weg zu ihrem Wechselplatz. Zwischenzeitlich gab es etwas Verwirrung, da durch einen Übermittlungsfehler mitgeteilt wurde, dass Maike das Rennen aufgegeben hätte. Nach kurzer Nachfrage stellte sich dieses als Zahlendreher heraus, Maike war also noch dabei! Nach einem etwas längeren Wechsel war nun das Radfahren dran. Die 9,75km lange Radrunde galt es vier Mal umrunden. Auf der Radrunde musste sie sich nicht nur mit den anderen Teilnehmenden auseinandersetzen, es gab nämlich mehrere rechtwinklige Kurven, in denen auch noch Rollsplitt auf der Strecke lag. Hier galt es mit Vorsicht in die Kurven zu gehen und dann wieder zu beschleunigen. Nach einer zufriedenstellenden Leistung auf dem Rad ging es am Ende der Radstrecke wieder an ihren Wechselplatz und dann direkt los zum 10 km-Lauf. Hier blieb sie mit einer Zeit von 53 Minuten und 44 Sekunden deutlich unter der magischen Stundengrenze und lief nach 2:37:52 Stunden durch den Zielbogen.
Im Startfeld der 104 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der olympischen Distanz erreichte sie mit ihrer Zeit Platz 11 in der Damenwertung und Platz 6 in ihrer Altersklasse.
Im Ziel ließ sich Maike natürlich ausgiebig von ihren „Supportern“ feiern und freute sich über ihr wahrlich gelungenes Triathlondebüt. Zitat Maike: „Erster Triathlon im Sack und Bock auf mehr!“
Im letzten Start des Tages gingen dann die Staffeln über die Volksdistanz auf die Strecke. An der Startlinie standen die Schwimmer der 24 Staffeln, darunter auch eine Teilnehmerin der
„Race-Raketen“, in der Luisa Franke dann den Radpart übernehmen sollte. Viel Zeit zum Zuschauen gab es für Luisa nicht, denn schon nach 9 Minuten und 39 Sekunden war das Schwimmen erledigt und Luisa als zweite „Race-Rakete“ auf der Strecke. Auch sie hatte auf den zwei Runden der Radstrecke mit den Kurven zu kämpfen, in denen es immer wieder zu brenzligen Situationen kam. Trotz ihrer vorsichtigen Fahrweise in den Kurven lief das Radfahren sehr gut und nach 34 Minuten und 37 Sekunden konnte sie die dritte Stufe der „Race-Raketen“ zünden.
Nach scheinbar endlosen 22 Minuten und 43 Sekunden, und damit der fünftschnellsten Zeit, überquerte die Läuferin der „Race-Raketen“ die Ziellinie und Luisa konnte sich mit ihren beiden Mitstreiterinnen über einen sensationellen 5. Platz freuen.
Ein toller und erfolgreicher Triathlontag für die Starterinnen des SV Hullern 68.








