Am letzten Wochenende fanden in Hamburg zum wiederholten Male das Radfestival 
„ADAC Cyclassics“ statt. 
An dieser Veranstaltung nahmen nicht nur die 154 Radprofis aus den 22 Profiteams teil, sondern auch noch circa 12000 Radsportbegeisterte auf den Strecken „Experience“ über 60 km und „Challenge“ über 110 km. Für die Farben des SV Hullern 68 gingen bei dieser Ausgabe mit Thomas Höwekenmeier und Markus Kösters zwei erfahrene Athleten über die 110 km lange „Challenge“-Strecke an den Start.

Nach der etwas stauigen Anreise am Samstag konnte die Crew des SV Hullern 68 ihr Quartier im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel beziehen und danach ging es auf direktem Weg zum Rathausmarkt, um die Starunterlagen abzuholen. Als dies erledigt war, blieb noch genügend Zeit, um sich noch ein wenig auf der Expo umzusehen und anschließend die Kohlenhydratspeicher für den kommenden Tag des Rennens ordentlich aufzufüllen. Nach einer ruhigen Nacht und einer ordentlichen Mütze voll Schlaf klingelte am Sonntagmorgen schon um 6:00 Uhr der Wecker. Der obligatorische Rad-Check und die richtige Auswahl der Wettkampfkleidung wurde zügig erledigt und danach in Ruhe das Frühstück eingenommen. Da der Start für die beiden schon auf 7:52 Uhr terminiert war, mussten sie sich dann auch zeitig auf den Weg zu ihrem Startblock machen. Schnell noch das traditionelle Teilnehmerfoto auf der Straße vor der Unterkunft und dann ging es auch schon los zur Versmannstraße im Bezirk HafenCity. Hier fanden die beiden dann ihren Startblock E und pünktlich zur angegebenen Zeit ertönte das Startsignal. Über die Freihafenelbbrücke führte die Strecke durch das Hafengelände gleich auf das erste Highlight des Rennens zu: die Köhlbrandbrücke bei Streckenkilometer 8,5. Für dieses Rennen wurde die Brücke extra für den Autoverkehr gesperrt und konnte so von den Rennteilnehmenden gefahrfrei passiert werden. An der sehr steilen Auffahrt zur Brücke trennte sich gleich die Spreu vom Weizen. Die beiden Hullerner blieben am Anfang zusammen und konnten mit dem Schwung ihrer Gruppe diese erste Hürde locker überwinden. Danach bog die Streckenführung nach Westen ab und führte die beiden für 54 Kilometer durch Niedersachsen über Buxtehude, Rahmsdorf und Hollenstedt zur einzigen Bergwertung der Strecke bei Kilometer 68 in den sogenannten Rosengarten. Hier verkleinerte sich die Gruppe in der die beiden mitfuhren, da Einige wohl die Steigung mit 126 Höhenmetern kräftig unterschätzt hatten. Nach dieser Herausforderung galt es auf der langen Abfahrt wieder Kräfte zu sammeln für die restlichen Kilometer und natürlich die zweite Passage der Köhlbrandbrücke, die bei Kilometer 94 anstand. Bis zu diesem Zeitpunkt fuhren Thomas und Markus miteinander, aber auf der Brückenrampe beschleunigte Thomas und konnte auf Markus einen kleinen Vorsprung herausfahren. Dieser ließ dasnatürlich nicht auf sich sitzen und konterte den Angriff umgehend aus einer etwas größeren Gruppe heraus. Nach der Abfahrt von der Köhlbrandbrücke ging es für Markus und Thomas in Richtung Ziel. Hier fuhren sie nun über so bekannte Streckenabschnitte wie Shanghai-Allee, Oberbaumbrücke und Wallringtunnel in Richtung Ballindamm im Herzen von Hamburg an der Binnenalster. An dieser Stellehatte sich die Gruppe der Supporter des SV Hullern 68 postiert. Als Erster passierte Markus, an der Spitze einer sehr schnell fahrenden Gruppe, die jubelnden Hullerner und machte sich auf den Weg über Jungfernstieg, Gänsemarkt und Rödingsmarkt zum Zielbogen auf der Mönckebergstraße. Ihm dicht auf den Fersen kam auch Thomas dort vorbei und drückte noch mal richtig aufs Pedal. So erreichten die beiden Hullerner fast gemeinsam das Ziel und nach dem Überqueren der Ziellinie wurde die Zeitmessung für beide ausgelöst. Für Thomas Höwekenmeier blieb die Uhr bei 2:56:07 Stunden stehen, gleichbedeutend mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,56 km/h. 
Er benötigte dabei für jeden Kilometer eine Minute und 38 Sekunden.
Noch besser erwischte es Markus Kösters, denn seine gestoppte Zeit betrug 2:54:20 Stunden. 
Aus dieser Zeit errechnete sich seine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,93 km/h. 
Er benötigte für jeden Kilometer eine Minute und 37 Sekunden.

Im Gewusel hinter dem Ziel bei der sogenannten „After Race Versorgung“ konnten die beiden ihre Medaillen in Empfangnehmen, kalte Getränke zu sich nehmen und sich erstmal von den Strapazen der anstrengenden Strecke erholen. Kurz darauf kamen dann auch die anderen Hullerner dazu und es wurde erst einmal ordentlich geflachst und gefachsimpelt. Dann musste Thomas feststellen, dass sein Hinterreifen nur noch wenig Luft enthielt und damit fast platt war. 
Kann das der Grund für seinen Rückstand im Ziel gewesen sein? 
Dieser Punkt wurde nicht nur auf dem Weg zurück zu Unterkunft, sondern auch noch dort bei Kaffee und Kuchen heiß diskutiert. Nach einer erfrischenden Dusche und dem Verladen der Rennräder machten sich alle zusammen auf den Rückweg.

Noch im Auto verabredeten die beiden, auch im nächsten Jahr wieder bei den Cyclassics an den Start zu gehen. Thomas und Markus würden sich über weitere Mitstreiter freuen, also wer Lust hat….!

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