Mit einem Paukenschlag und einem überragenden Ergebnis rundete der Hullerner Triathlet
Timo Born am Sonntag seine Saison ab.
Aber erstmal von Beginn an. Kurz nach seinem tollen Auftritt beim traditionsreichen Triathlon in Roth reifte in Timo der Gedanke, ob sich seine dort erzielte Marathonzeit von 3:04 Stunden nicht noch in dieser Saison verbessern ließe. Nach der Ruhe- und Erholungsphase begann er wieder mit dem Training. Die Trainingsergebnisse stimmten ihn zuversichtlich und so meldete er sich für den Köln Marathon an. Hier wollte er den Versuch unternehmen, die Marathonstrecke in 3 Stunden oder darunter zu bezwingen.
Am Sonntag war es dann soweit. Den Tag der deutschen Einheit hatte er als Vorbereitungstag schon in Köln verbracht und stellte sich um 10:30 Uhr in seinem Startblock in Köln-Deutz an die Startlinie. Wie sich direkt nach dem Start schon herausstellte, hatte er sich zu weit nach hinten aufgestellt, da er den Pace-Läufer für 3 Stunden direkt aus den Augen verloren hatte.
Nun hieß es erstmal diese Lücke wieder zu schließen. Das schaffte er dann auch schon innerhalb der ersten 5 Kilometer, musste dazu aber eine große Anzahl anderer Läufer überholen. Jetzt konnte er seinen Plan verfolgen und die 3-Stunden-Marke in Angriff nehmen. Er lief in der ersten Hälfte des Marathons sehr gleichmäßige Zeiten mit der Gruppe der „3 Stunden Läufer“, die sich gebildet hatte.
Dabei half ihm auch die Unterstützung der zahlreichen Zuschauer, die die Strecke hier fast durchgängig säumten.
Kurz nach der Halbmarathonmarke gestattete er sich auch einige Gedanken, ob er denn nicht noch schneller laufen könnte. Timo merkte, dass ihn das gebremste Tempo mehr anstrengte, als einfach mal die Beine laufen zu lassen Er fackelte also nicht lange, gab diesen Gedanken nach und verabschiedete sich nach vorn aus der Gruppe. Schnell hatte er ein sehr zügiges Tempo gefunden, kontrollierte sich aber immer wieder über den Puls auf seiner Pulsuhr. Diese Taktik funktionierte einwandfrei und führte ihn zu einem Schnitt von unter 4 Minuten für jeden Kilometer.
Nachdem Timo die 35 Kilometer-Marke passiert hatte, erlaubte er sich auch mal das Tempo bis zum Anschlag zu erhöhen, kam aber immer wieder zu einer akzeptablen Geschwindigkeit zurück. Auf der letzten Schleife nach Köln-Nippes raus standen nur noch wenige bis gar keine Zuschauer mehr an der Strecke, was das Laufen hier etwas zäher gestaltete. Aber mit der Rückkehr in die Stadt, in Richtung Rhein und Dom wurde die Unterstützung wieder größer. Hier standen dann auch seine Familie und auch Freunde bereit, die ihn nochmals ordentlich nach vorne pushten. Schnell war dann die
40 Kilometer-Marke erreicht und es ging an den Endspurt. Hier war Timo bereits klar, dass er nicht nur ein wenig an der 3-Stunde-Marke würde kratzen können. Nein, er lieferte so ein starkes Rennen ab, dass er schon 12 Minuten vorher den Zielstrich am Dom überquerte.
Die Uhr blieb für ihn bei einer Zeit von 2:47:49 Stunden stehen, die scheinbar unerreichbare Marke von 3 Stunden hatte er geradezu pulverisiert.
Mit dieser Zeit erreichte er Platz 117 von 9696 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Marathonstrecke. In seiner Altersklasse belegte er Platz 31 von 1461 Teilnehmern.
Diese fast unglaubliche Leistung wurde im Ziel dann auch gebührend gefeiert und Timo zeigte sich sehr begeistert von der erreichten Zeit und der Differenz zur 3-Stunden-Marke.
Das war ein toller Abschluss der Saison für den ambitionierten Triathleten des SV Hullern 68.








