Die Hullerner Nachwuchstriathletin Lena O’Sullivan hatte sich mit dem NRWTV-Kader auf den Weg nach Lübeckgemacht. Dort wollte sie am Sonntag bei den Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen im Triathlon ins Wettkampfgeschehen eingreifen und ihre bestmögliche Leistung im Kampf mit der Triathlonelite erbringen. Alles war angerichtet, das Wetter spielte mit, also ohne Regen aber leider auch ohne Sonne. Lena hatte sich gut vorbereitet und begab sich pünktlich zum Schwimmstart ins „Naturbad Falkenwiese“ an der Wakenitz um die Schwimmstrecke von 750 m zu absolvieren. Danach sollte dann noch 18 km Radfahren sowie 5 km Laufen folgen.
Sie hatte sich einen guten Startplatz am äußeren Ende der Gruppe ausgesucht und konnte so der berüchtigten „Waschmaschine“ beim Start entgehen. Die erste Boje hatte sie dabei stets im Blick und konnte sehr direkt darauf zuschwimmen. Auch hier hielt sie sich clever aus allen Positionskämpfen heraus und konnte frei von anderen Konkurrentinnen die Schwimmstrecke hinter sich bringen.
Nach 11:40 Minuten und einem kleinen Ausrutscher auf dem glatten Ausstiegsponton ging es mit einer guten Platzierung fix in die Wechselzone, um die sich bildende Gruppe von Athletinnen nicht zu verpassen. Als sie gerade die Wechselzone verlassen wollte, wurde sie und das gesamte Feld der Juniorinnen und der weiblichen Jugend A gestoppt und das Rennen wurde abgebrochen. Grund dafür war ein Radunfall aus dem vorherigen Rennen der männlichen Jugend A, nach dem die Radstrecke durch Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes blockiert war.
Jetzt war guter Rat teuer und die Diskussionen um den Abbruch gingen los. Es wurde lange und heiß diskutiert, mit dem Ergebnis, dass dieses Meisterschaftsrennen bei der nächsten DTU-Cup Veranstaltung am 28.06.2026 beim Paradies-Triathlon in Jena nachgeholt wird.
So mussten die jungen Sportlerinnen teils frustriert, teils verärgert unverrichteter Dinge den Heimweg antreten.
Außer Spesen nichts gewesen, wie schon ein altes Sprichwort sagt.
Am Sonntag wurden die Hullerner Farben aber auch noch von zwei weiteren Hullerner Triathleten präsentiert. Luisa Franke und Timo Born hatten für den Bocholter Aasee-Triathlon gemeldet.
Beide hatten im letzten Jahr bisher nur einen Triathlon über die Sprintdistanz gemacht, aber in diesem Jahr waren sie erstmals über längere Strecken an der Startlinie am Freizeitzentrum Aasee. Hier warteten attraktive, flache Strecken rund um die Festwiese am Aasee auf die beiden. Das Schwimmen fand auf einer mit Bojen markierten Schwimmstrecke im Aasee statt. Nach dem ersten Wechsel ging es dann auf die Radstrecke. Diese führte größtenteils über die Bundesstraße 67, die eigens dafür komplett für den sonstigen Verkehr gesperrt war.
Zum abschließenden Lauf hatten die Veranstalter eine 2,5 km lange Laufrunde am Ufer des Aasees markiert, die mehrfach zu durchlaufen war.
Timo war für die NRW Meisterschaften auf der Mitteldistanz gemeldet und musste schon um
8:30 Uhr ins Wasser des Bocholter Aasees, um dort 2000 Meter zu schwimmen.
Dann sollten noch 90 km auf dem Rad und ein 20 km-Lauf folgen. Es war seine erste Mitteldistanz und die war eigentlich als Generalprobe und Materialtest für seinen Start bei der Challenge Roth in drei Wochen gedacht.
Für Luisa begann der Wettkampf über die sogenannte „Bocholter Distanz“ dann um 11:30 Uhr.
Für sie standen 1500 Meter Schwimmen, 40 km auf dem Rad und abschließend 10 km Laufen auf dem Programm.
Während Timo das Schwimmen nach 39:32 Minuten hinter sich gebracht hatte, benötigte Luisa für ihre 1500 Meter Schwimmen 26:24 Minuten. Nach dem Wechsel war für die beiden dann die Radstrecke zu bewältigen. Das war aber an diesem Sonntag nicht so einfach, da es immer wieder zu heftigen Regenschauern kam, die das Steuern an den Wendepunkten sehr schwierig machten.
Um Stürze zu vermeiden, reduzierten beide das Tempo dort erheblich. Dazu kamen dann noch kräftige Windböen mit bis zu 45km/h, gegen die man das Tempo kaum hochhalten konnte.
Timo konnte auf dem Rad eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,6 km/h realisieren, während es Luisa wegen einer langwierigen Verletzung kontrolliert angehen ließ.
Die Familien der beiden hatten sich an die Strecke gestellt und es wurde entsprechend angefeuert und motiviert.
Nach dem Wechsel in die Laufschuhe musste Timo dann mit Magenproblemen sein Tempo vorübergehend reduzieren, schaffte aber dennoch eine Pace von 4:03 Minuten auf dem Kilometer. Nach 4:44:10 Stunden überquerte er die Ziellinie und landete mit dieser respektablen Leistung auf Platz 14 im Ergebnis der NRW-Meisterschaft und auf Platz 4 in seiner Altersklasse.
Als Fazit bleibt: Generalprobe gelungen, aber es gibt noch einiges zu tun.
Luisa hatte sich ihr Ziel eher konservativ gewählt und peilte eine Gesamtzeit von 3:15 Stunden an.
Als sie nach den 10 Laufkilometern das Ziel passierte blieb die Uhr für sie bei 2:54:19 Stunden stehen. Mit dieser Leistung erreichte sie Platz 97 in der Gesamtwertung und einen nicht erwarteten
Platz 5 in ihrer Altersklasse. Das machte sie im Zielraum unheimlich happy über ihre eigene Leistung.
Im Großen und Ganzen war es für die beiden ein toller Tag und Bocholt ist ein richtig schöner Veranstaltungsort, an den sie im nächsten Jahr gerne zurückkehren wollen.













