Von Samstag auf Sonntag fand im Marler Hallenbad am Badeweiher die 27. Ausgabe des traditionsreichen 24 h Schwimmens statt.
Die Triathleten des SV Hullern 68 waren mit Julia Pillipp und Jan Rockahr im Startfeld vertreten. Pünktlich um 13 Uhr ertönte das Startsignal und dann ging es für die vielen kleinen und großen Schwimmer und Schwimmerinnen los durch die ereignisreiche 24 Stunden Schwimmzeit.
Da am Anfang ja fast alle Teilnehmenden im Wasser waren, ging es auf den Bahnen turbulent zu und an ein technisch sauberes Schwimmen war vorerst nicht zu denken.
Jan hatte nach seinem Plan erstmal einen 10 km-Block vor sich. Diesen konnte er in
2:56 Stunden hinter sich bringen und gönnte sich danach erstmal eine ausgiebige Pause.
Hier wurden erstmal die Speicher wieder aufgefüllt und die ermüdeten Arme und Beine gelockert. Gegen 18 Uhr sollte dann der nächste 10km-Block folgen, aber schnell machte sich die Ermüdung aus dem ersten Block bemerkbar. Nach 7,5 km und einer Zeit von
2:10 Stunden war dann sprichwörtlich der „Tank“ leer und er kletterte ausgelaugt aus dem Becken. Es folgte wieder eine ungefähr 2 Stunden lange Pause mit der Zufuhr von kohlenhydratreicher Kost und Lockerungsübungen für Arme und Beine. Gegen 22 Uhr sollten es dann nochmal 7,5 km sein, aber auch diese Teilstrecke musste er verkürzen.
Nach 1:53 Stunden und 5,6 Kilometern stieg er aus dem Wasser und begab sich dann in eine längere Schlaf- und Erholungspause. Am nächsten Morgen wollte er dann noch mindestens
2 weitere Kilometer zu den bisher absolvierten 23 Kilometern hinzufügen.
Nach einer einigermaßen erholsamen Schlafphase ging er die verbliebenen Stunden bis zum Ende deutlich ruhiger an. Er schwamm in kürzeren Blöcken und absolvierte so noch weitere 10 Kilometer bis zum Schlusssignal und damit eine Gesamtstrecke von 33050 Metern.
Mit dieser Leistung zeigte er sich nach seinem ersten Einsatz als Einzelschwimmer sehr zufrieden. Da nur ein Teilnehmer eine längere Strecke geschwommen war, erreichte er so den zweiten Platz in der Männerklasse.
Julia hatte über das Wettkampfjahr verteilt an mehreren Langstreckenschwimmen erfolgreich teilgenommen und ging die Aufgabe somit routiniert und gelassen an. Sie spulte die ersten 10 Kilometer in 2:41 Stunden ab und gönnte sich danach eine Pause von
2 Stunden. Sie hatte sich vorgenommen in einem Rhythmus von circa 3 Stunden für
10 Kilometer zu schwimmen und dann nach Bedarf 2 bis 3 Stunden Pause zur Erholung und Kohlenhydratzufuhr zu machen. Das klappte für sie hervorragend und trotzdem musste auch sie zum Ende hin nochmal alle Kräfte mobilisieren. Mit ihrem Plan erreichte sie eine Gesamtstrecke von hervorragenden 50000 Metern.
Damit schwamm sie nicht nur auf Platz 1 der Damenwertung, sondern realisierte auch die längste Gesamtstrecke aller Teilnehmenden.
Ein toller Erfolg für die beiden Hullerner Triathleten, die sich nach der Siegerehrung mehrere Mützen voll Schlaf redlich verdient hatten.








