Nochmals voller Einsatz war an diesem Wochenende gefordert von den Triathletinnen im Nachwuchscup bei der Landesmeisterschaft im Triathlon in Vreden.
Zusätzlich hatten noch Julia Pillipp beim Freiwasserschwimmen am Unterbacher See und Maike Bußmann beim Münster Marathon, sowie Bernd Kapp beim Ratingen Triathlon Starts geplant.
Am Samstagvormittag machten sich Lena O’Sullivan, Katharina Titze und Kimberly Schröder auf den Weg ins Münsterländer Grenzgebiet, nach Vreden, zur letzten Station des diesjährigen Nachwuchscups des Nordrhein-Westfälischen Triathlonverbandes (NRWTV).
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Landesmeisterschaften im Triathlon ausgetragen und die entsprechenden Titel vergeben. Dadurch waren natürlich deutlich mehr Teilnehmerinnen am Start und somit die Konkurrenzsituation eine völlig andere. Die drei Triathletinnen des SV Hullern 68 konnten aber mit dieser ungewohnten Situation gut umgehen und bereiteten sich gewissenhaft auf ihren Start über 750 Meter Schwimmen, 17,2 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen vor.
Der Start in Vreden hatte für jede der drei Tria-Ladies andere Vorzeichen im Gepäck: Während Kimberly Schröder sich auf ihr allerletztes Rennen in der Altersklasse der weiblichen U23 im Nachwuchscup freute, hatte Katharina Titze noch mit den Nachwirkungen eines Infektes aus der Vorwoche zu kämpfen.
Daher hatte sie sich für ein einfaches Motto entschieden: teilnehmen, Spaß haben und finishen!
Für Lena O’Sullivan war die Ausgangssituation eine völlig andere. Nach der guten Platzierung des Vorjahres gehörte sie zum erweiterten Favoritenkreis und musste sich erstmal in dieser Rolle einfinden.
Schon die Startaufstellung im 24°C warmen Wasser des Vredener Freibades war bei diesen Voraussetzungen von enormer Wichtigkeit. Lena postierte sich selbstbewusst auf der ersten Bahn, direkt bei den anderen Favoritinnen. Katharina und Kimberly hatten sich eine Bahn mit weniger ambitionierten Starterinnen ausgesucht. Dadurch klappte der Start für die drei sehr gut. Während Kimberly und Katharina sich im Mittelfeld aufhielten und die Schwimmstrecke routiniert absolvierten, ging es auf der ersten Bahn schon fast ans „Eingemachte“. Ständige Positionswechsel kennzeichneten hier das Schwimmen von Anfang bis Ende. Lena konnte hier sehr gut mithalten und versteckte sich nicht. Sie erreichte die Wechselzone auf Platz vier und ging mit der Führungsgruppe auf die Radstrecke. Auch Katharina und Kimberly gingen mit Begleitung auf die Radstrecke, doch hier stellte sich sehr schnell eine Trennung der beiden heraus. Bedingt durch die Nachwirkungen des Infektes der Vorwoche musste Katharina für den Rest des Rennens mit ihren Kräften haushalten und so das Tempo reduzieren. Kimberly hingegen konnte noch an Tempo zulegen und weiter nach vorne fahren.
Auf der Radstrecke hatte Lena Pech, dass beim Ausreißversuch der Top-Favoritin keine der anderen Teilnehmerinnen sich mit ihr auf die Verfolgung machen wollte und so riss der Kontakt zur Spitze ab. Nach einem schnellen Wechsel auf die Laufstrecke konnte sich Lena auf ihre gute Laufform verlassen. Die ständige Führungsarbeit auf dem Rad forderte bei ihr aber auch Tribut und so wurde sie noch von einer Konkurrentin überholt. Mit einer Zeit von 1:02:34 Stunden erreichte sie im Ziel den dritten Platz sowohl im Gesamteinlauf als auch in der Altersklasse.
Ein wirklich super Ergebnis und eine Bestätigung ihres tollen Leistungsvermögens.
Kimberly und Katharina wechselten ebenfalls zügig auf die Laufstrecke und liefen ihr Rennen sehr kontrolliert. Für Katharina ging ihr vorher gestecktes Motto voll auf und sie finishte in einer Zeit von 1:17:53 Stunden auf Platz 14 ihrer Altersklasse.
Für Kimberly gab es in ihrem U23-Abschiedsrennen noch eine Überraschung: Sie erreichte das Ziel mit einer Zeit von 1:14:12 Stunden und landete damit auf Platz 2 ihrer Altersklasse. Ein toller Erfolg zum Abschluss.
Als „Sahnehäubchen“ erreichte sie in der Endabrechnung des Nachwuchscups ebenfalls Platz 2 und war damit an diesem Tag gleich zweimal auf dem Siegerpodest.
In der Gesamtwertung der Juniorinnen erreichte Katharina mit4 gewerteten Wettkämpfen auf
Platz 10 von insgesamt 23 Teilnehmerinnen. Lena landete hie auf Platz 14 mit 2 gewerteten Wettkämpfen.
Ebenfalls am Samstagvormittag war mit Julia Pillipp einen ambitionierte Langstreckenschwimmerin des SV Hullern 68 auf dem Weg zum Unterbacher See im Südosten von Düsseldorf. Hie wollte sie sich der Konkurrenz beim 4000Meter schwimmen stellen.
Nach dem Abholen der Startunterlagen bereitete sich Julia gewissenhaft auf ihren Start vor. Da die Wassertemperatur zu niedrig war, durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kälteschutzanzügen schützen. Das Anziehen und der richtige Sitz des Neoprenanzuges sind von enormer Wichtigkeit, aber Julia konnte damit bestens umgehen. Um 15:30 Uhr ertönte das Starsignal und die Schwimmerinnen und Schwimmer begaben sich auf die mit Bojen gut markierte Schwimmstrecke. Diese führte vom Strandbad Süd durch den nichtöffentlichen Teil des Sees, rund um die Sonneninsel und dann zurück zum Ziel am Strandbad Süd. Nach ihren Langstreckeneinsätzen in diesem Jahr in Neutraubling und in Münster spulte sie auch hier ihr Pensum routiniert ab und kam als dritte Frau mit einer Zeit von 1:00:47 Stunden aus dem Wasser. In der Wertung der Juniorinnen belegte sie mit Abstand Platz 1! Mit ihrer Zeit wäre sie sogar in der Männerwertung auf dem dritten Platz gelandet, das zeigt erstmal, mit welch einer starken Leistung Julia hier aufwarten konnte.
Nachdem das Wetter am Samstag beim Triathlon in Vredenund beim Langstreckenschwimmen in Düsseldorf noch mitgespielt hatte, ging es am Sonntag gleich schon morgens mit Regen los und es sollte bis in den späten Nachmittag auch so bleiben. Aus diesem Grund ließ Bernd Kapp seinen Start beim Ratinger Triathlon aus. Er wollte damit einfach nur Stürze vermeiden und einer Erkältung oder sogar Grippe aus dem Weg gehen. Richtig so: Gesundheit geht vor!
Maike Bußmann dagegen hatte sich über Wochen akribisch auf ihren Start beim Münster Marathon vorbereitet und ging trotz schlechtem Wetter dort an den Start. Nach einem verregneten Start ging es nicht nur durch die stimmungsvollen Straßen von Münster, sondern auch durch die Außenbezirke und durch die Dörfer in der näheren Umgebung. Während die Stimmung in Münster die Läuferinnen und Läufer noch pushte, war es in den Außenbezirken und gerade auf den Dörfern fast gespenstisch still. Da konnte man sich aufkommenden Gedanken und Zweifeln kaum entziehen. Es war also auch eine mentale Herausforderung bei dieser Ausgabe der Traditionsveranstaltung.
Die letzten 5 Kilometer bis ins Ziel auf dem Prinzipalmarkt in Münsters City waren dann auch eine schöne Entschädigung für die mittlerweile durchnässten Läuferinnen und Läufer. Maike durchlief die Stimmungsnester und Cheering-Zonen an der Strecke und ließ sich von der Stimmung treiben.
Sie erreichte die Ziellinie mit einer Zeit von 3:53:15 Stunden und war damit mehr als 41 Minuten schneller als im Vorjahr. Mit dieser Leistung belegte sie Platz 1236 im Gesamtergebnis, gleichbedeutend mit Platz 186 in der Damenwertung und Platz 78 in ihrer Altersklasse.
Ein TOP-Ergebnis für die Läuferin des SV Hullern 68, trotz des Wetters!











