Das vergangene Wochenende war wieder gekennzeichnet von hochkarätigen Sportveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet.
Im hohem Norden, nämlich auf Norderney, stellte sich am Samstagabend um 20:10 Uhr Timo Born an die Startlinie für die 10 Kilometer Strecke des „10. Norderney – mein Insel-Lauf“.
Am selben Tag, nur schon zur Mittagszeit, präsentierte Bernd Kapp sein giftgrünes Rennrad an der Startlinie auf dem Nürburgring in der Eifel. Hier sollte die diesjährige Ausgabe des schon fast legendären Radevents „Rad am Ring“ über die Grand Prix Strecke und die Nordschleife stattfinden.

Zu dieser Veranstaltung hatten sich 12152 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den unterschiedlichen Wertungen eingeschrieben, ein neuer Rekord! 
In der Altersklasse „Masters 4“ standen mit dem Hullerner Triathleten Bernd Kapp noch 587 weitere Fahrer am Start. Pünktlich um 12:30 Uhr ertönte das Startsignal und kurze Zeit später war das Rennen schon in vollem Gange. Als erfahrener Sportler hielt Bernd Kapp sich in der ersten Runde vornehm zurück, da es genügend andere Mitstreiter gab, die gleich mal in die Vollen gingen. Auf der ersten „Hälfte“ der 24,1 km langen Strecke geht es größtenteils bergab und es wird auch die schnellste Stelle in der „Fuchsröhre“ passiert. Hier gilt es, seinen ganzen Mut zusammenzunehmen um die Senke zügig zu durchfahren. Nach einiger Zeit erreicht man den Bereich „Ex-Mühle“ und überquert die Brücke über die Bundesstraße. Danach geht es stetig bergauf über so bekannte Streckenabschnitte wie „Bergwerk“, „Kesselchen“ und „Karussell“, nach dem dann der höchste Punkt, die „Hohe Acht“, erreicht wird. Hier ist für jeden Teilnehmer das Ziel, im 17%igen Steilstück nicht absteigen zu müssen. Danach geht es auf der weiteren Strecke über „Brünnchen“, „Pflanzgarten“ und „Schwalbenschwanz“ zu der langen Geraden auf der „Döttinger Höhe“ und dann durch Start und Ziel in die nächste Runde. Bernd Kapp bemühte sich um ein gleichmäßig hohes Tempo und schaffte es so, seine Rundenzeiten auf einem konstanten Niveau zu halten. Er fuhr die ganze Nacht durch, nur unterbrochen von den unbedingt notwendigen Pausen zur Nahrungsaufnahme und zum Toilettenbesuch. Nachdem der Start schon von stürmischen Böen begleitet war, flaute in der Nacht der Wind fast vollständig ab. So konnte Bernd Kapp sich auf die wichtigen Dinge des Rennens konzentrieren und weiter seine Runden zu drehen. Zu Beginn des Sonnenaufgangs am Sonntag wurde es dann auf der Strecke wieder etwas voller und er musste dann seine Aufmerksamkeit auf einige schneller fahrende Mitkonkurrenten legen. 
Nachdem er mit der 12. Runde das Dutzend vollgemacht hatte, gönnte er sich eine etwas längere Pause und verabschiedete sich dann zur locker-lässigen Abschiedsrunde. Auf dieser ließ er es sich, wie in allen 12 Runden davor auch, nicht nehmen und blieb auch diesmal an der „Hohen Acht“ im Sattel. Nach der Genussfahrt über die jetzt wieder windigere „Döttinger Höhe“ erreichte er die Zielgerade und wurde mit der schwarz-weiß karierten Zielflagge abgewunken. 
Nach einem geschulten Blick auf den Ergebnismonitor machte sich dann bei ihm auch die Freude über ein gelungenes Rennen bemerkbar und er war mit seiner Leistung TOP-zufrieden. Er belegte in seiner Altersklasse „Masters 4“ Platz 16 und bei den Einzelfahrern Platz 176 von 588 Teilnehmern.
Als dann durch den Veranstalter der Termin für 2027 bekanntgegeben wurde, trug Bernd Kapp diesen sofort in seine Kalender ein. Sollte nicht Gravierendes dazwischenkommen, werden wir ihn also auch bei der nächsten Ausgabe von „Rad am Ring“ wieder an der Startlinie treffen können. 

Auf die Frage; was jetzt als Nächstes folgt, antwortete er mit nur einem Wort: P A U S E !!!
Trotzdem steht der nächste Start in diesem Jahr schon fest. 
Zum Saisonabschluss geht’s noch einmal ins Angerbad zum Ratinger Triathlon am 13.09.2026

 

Für Timo Born ging es am Samstag um 20:10 Uhr los. Auf dem Kurplatz Norderney hatten sich die insgesamt 344 Läuferinnen und Läufer hinter dem Startbogen versammelt. Die recht anspruchsvolle 5km- Rundstrecke führte durch die Parkanlagen der Insel, entlang der Promenade mit Meerblick sowie durch die Innenstadt von Norderney, welche 2-malabsolviert werden musste.
Die Schwierigkeiten der Strecke ergaben sich aus den vielen,winkligen Kurven im Park, sowie dem starken Gegenwind auf der Strandpromenade.
Timo Born hatte sich nach seinem erfolgreichen Start bei der Challenge Roth vor drei Wochen eine längere Pause gegönnt und nur nach Lust und Laune trainiert. Daher konnte er seine aktuelle Form nicht gut einschätzen und ging entsprechend gespannt ins Rennen. Direkt nach dem Start wurde von den Favoriten ein hohes Tempo angeschlagen, um das Feld schnell auseinander zu reißen. Erst versuchte Timo dort mitzugehen, merkte aber sofort, dass dieses Tempo zu hoch für ihn war. 
Er reduzierte sein Tempo und lief eine ganze Weile allein, was sich gerade auf der Strandpromenade im Gegenwind negativ auswirkte. Die erste Runde beendete er mit einer Zeit von 18:50 Minuten, eine bockstarke Durchgangszeit. Auf der 2. Runde bekam er dann Gesellschaft von einem weiteren Läufer und konnte sich in dessen Windschatten ein wenig erholen. Ab 800 Meter vor dem Ziel auf dem Kurplatz Norderney forcierte Timo dann und es gelang ihm, seinen Kontrahenten abzuschütteln. Für die zweite Runde benötigte er nur 6 Sekunden mehr und erreichte das Ziel nach 37:46 Minuten.
Mit dieser Zeit belegte er nicht nur den 3. Platz der Gesamtwertung, sondern stellte für sich eine neue persönliche Bestleistung auf. Da er ohne vorformuliertes Ziel ins Rennen gegangen war, freute er sich sehr über seine Platzierung und seine Bestzeit. Nach der Siegerehrung zeigte sich Timo sehr stolz über seine Leistung, die er so nicht erwartet hatte. Er war sehr überrascht, dass er nach der Anstrengung von Roth schon wieder Lust aufs Laufen hatte.
Nach diesem kurzen Intermezzo kann es nun mit der verdienten Erholung weitergehen.

SPONSOREN

KONTAKT

    Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzerklärung