Am letzten Wochenende waren drei Hullerner Triathletinnen bei zwei deutschen Meisterschaften und im NRW Nachwuchscup an der Startlinie.
Julia Pillipp hatte sich vor Wochen am Fühlinger See mit einer starken Leistung für die deutschen Meisterschaften über 5km im Freiwasserschwimmen qualifiziert.
Am Freitag ging die Reise zur deutschen Meisterschaft an den Guggenberger See in Neutraubling bei Regensburg.
Hier konnte am Samstag dann auch der Streckencheck und ein Probeschwimmen auf der DM-Strecke stattfinden. Julia nutzte diese Gelegenheit, um sich schon mal an das 29 Grad warme Wasser zu gewöhnen.
Nach einer ruhigen Nacht ging es dann am Sonntagmorgen an die Strecke um die notwendigen Formalien wie Anzugcheck, Nummerierung und Registrierung zu erledigen.
Nach dem Line Up lag dann nur noch die 5km lange Strecke zwischen ihr und dem Ziel. Mit einem gelungenen Start konnte sie sich sofort in einer guten Position im Feld der Damenkonkurrenz etablieren und ihr Tempo durchschwimmen. Auch an den Wendebojen hielt sie sich aus dem Getümmel heraus und konnte ihren Rhythmus beibehalten. So erreichte sie nach einer Zeit von 1:16:38 Stunden das Ziel.
Mit dieser Leistung belegte sie im Gesamteinlauf Platz 89 und Platz 7 in ihrem Jahrgang. Beim Ausstieg passierte ihr noch ein kleines Missgeschick, sie merkte nämlich, dass sie plötzlich einen Holzsplitter im Finger hatte.
Nach kurzer medizinischer Behandlung zeigte sich Julia glücklich und zufrieden über ihre Platzierung bei ihrem ersten DM-Start.
Szenenwechsel: Am späten Freitagnachmittag hatte sich Lena O‘Sullivan mit dem NRWTV-Kader auf die Reise nach Jena gemacht. Hier in Thüringen fand der letzte DTU-Cup statt und für die Juniorinnen sollte das in Lübeck abgebrochene DM-Rennen nachgeholt werden. Für die Juniorinnen stand am Samstagmorgen um 8 Uhr der Start des Rennens bauf dem Zeitplan. Da hieß es morgens früh aufstehen um pünktlich beim Check-In zu erscheinen und sich auf Renntemperatur aufzuwärmen.
Lena hatte sich, wie in Lübeck schon erprobt, zum Schwimmstart einen Platz am Rand der Startgruppe gesucht. Auch diesmal klappte dieses Manöver wunderbar und sie konnte sich aus allen Zweikämpfen auf der Strecke, speziell an den Wendebojen heraushalten. Nach 9:05 Minuten hatte sie die 0,6km Schwimmstrecke im Schleichersee hinter sich gelassen und eilte in die Wechselzone. Beim Wechsel auf die 16 km-Radstrecke verpasste sie leider die größere Gruppe vor ihr und konnte mit ihren drei Mitstreiterinnen die Lücke nicht mehr schließen. So wurden die vier trotz aller Bemühungen von der nachfolgenden Gruppe eingeholt. Hier konnten sie dann locker mitfahren und nochmals Kräfte sammeln für die 4Km-Laufstrecke am Stadion im Paradies in Jena. Der Wechsel in die Laufschuhe gelang Lena einwandfrei und sie startete mit gutem Tempo. In der dritten Laufrunde sah sie noch eine Konkurrentin aus ihrer Altersklasse vor sich. Diese konnte sie noch kurz vor dem Ziel überholen und mit hohem Tempo auf Distanz halten. Mit einer Gesamtzeit von 54:19 Minuten belegte sie Platz 20 in der DM-Wertung.
Eine tolle Leistung für die junge Hullerner Triathletin, die sich in dieser Saison im Kreis der besten 20 deutschen Juniorinnen etablieren konnte.
Als besondere Zugabe erwies sich dann die Mannschaftswertung der DM.
Gemeinsam mit Nora Lanzerath (TV Goch) und Johanna Siemons (Brander SV) erreichte Lena überraschend den dritten Platz, durfte daher bei der Siegerehrung noch mit aufs Siegerpodest und erhielt eine Bronzemedaille.
Das Fazit einer sehr zufriedenen Athletin: Ich bin froh und glücklich über den Verlauf dieses Rennens und der ganzen Saison. Es gibt aber noch einiges an Entwicklungspotenzial für die nächste Saison.
Der Niederrhein-Triathlon in Kalkar-Wissel war am Sonntag die nächste Station des
NRW-Nachwuchscups. Hier konnte der SV Hullern 68 mit Kimberly Schröder nur eine Starterin stellen, da die gerade erst genesene Katharina Titze bei den zu erwartenden Wetterbedingungen nicht an den Start gehen konnte.
Kimberly startete in ihrer Altersklasse der U23 über 0,5km Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen. Beim Wasserstart zum Schwimmen im Wisseler See kam sie gut ins Rennen und konnte auch die Bojen gut umrunden. Nach 9:36 Minuten hatte sie im Mittelfeld die Schwimmstrecke verlassen und war auf die Radstrecke gewechselt.
Hier konnte sie die ersten Kilometer allein zurücklegen, wurde dann von einer Teilnehmerin eingeholt und die beiden holten dann noch zwei weitere Teilnehmerinnen ein. Als Quartett legten sie den Rest der Strecke zurück, wobei sie sich kontinuierlich in der Führungsarbeit abwechselten. Nach einem guten Wechsel ging es bei 33 Grad zur Mittagszeit auf die abschließenden 5 Laufkilometer. Hier begann dann die Hitze und die vorangegangenen Anstrengungen ihren Tribut zu fordern. Auf der Laufstrecke musste sie ihr Tempo reduzieren, konnte sich aber aus der Gruppe absetzen und aber trotzdem mit einer guten Zeit ins Ziel laufen.
In einer Gesamtzeit von 1:11:20 Stunden belegte sie in ihrer Altersklasse der weiblichen U23 Platz 2 und landete somit auf dem Siegerpodest.
Das war natürlich der krönende Abschluss eines tollen Rennwochenendes mit echt guten Platzierungen für die drei Triathletinnen des SV Hullern 68.
Am nächsten Wochenende geht es Schlag auf Schlag weiter, denn dann ist der Tag der Wahrheit für Timo Born bei der traditionsreichen Challenge in Roth gekommen.
Der Nachwuchscup des NRWTV findet mit einem Swim & Run in Saerbeck ebenfalls an diesem Wochenende statt. Dort kann dann hoffentlich auch Katharina Titze wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen.






