Am letzten Sonntag starteten die Hullerner Nachwuchstriathleten beim GochNess Triathlon in die zweite Hälfte der Saison 2017.

Bis auf Anna Kühn hatten alle anderen Jugendlichen des SV Hullern 68 für diesen Wettkampf am Niederrhein gemeldet. Doch schon am frühen Sonntagmorgen reduzierte sich die Teilnehmeranzahl, da Lucas und Maurice Kiml sich einen Infekt eingehandelt hatten, der einen Start unmöglich machte.

So vertraten Kilian Lohmann und Thorben Lange die Farben des SV Hullern 68 im Rennen der männlichen Schüler A über die Distanzen von 400m Schwimmen, 10km Radfahren und 2,5km Laufen. Schon beim Start der Jungs ging es turbulent zu, stürzte sich doch ein sehr großes Teilnehmerfeld in das 19,6°C warme Wasser des Baggersees. Die beiden konnten sich nach der Sommerpause gut in Szene setzen und verließen unbeschadet das Wasser, um die Radstrecke in Angriff zu nehmen. Hier hatte Kilian erst Glück, dass er eine Gruppe erwischte und dann sofort wieder Pech, als er einen Defekt an seiner Schaltung hinnehmen musste und so die Gruppe nicht halten konnte. Thorben musste sich von Anfang an allein auf dem Rad bemühen, tat das aber in bewundernswerter Manier, denn er konnte den Abstand auf den gehandicapten Kilian verkürzen. Dafür musste er aber schon Kraft einsetzen, die er eigentlich für die abschließende Laufstrecke gebraucht hätte. So konnte er diesmal seine Laufstärke nicht so zur Geltung bringen und erreichte das Ziel auf dem 16. Platz. Kilian hatte nach dem zweiten Wechsel sein Missgeschick immer noch nicht verdaut und ging schimpfend auf die Laufstrecke. Er befand sich schnell im Niemandsland und spulte die Strecke nicht mit letztem Einsatz herunter. Damit belegte er schlussendlich den 15. Platz. Zwei sehr respektable Platzierungen beim ersten Freiwassertriathlon für die beiden Nachwuchsathleten.

Als die Jungs das Ziel erreichten, bereiteten sich mit Kea Höwekenmeier, Giuliana Andrick, Lea Andrick und Sina Andrick die Juniorinnen des SV Hullern 68 auf ihren Start über 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen vor. Kurz vor dem Start musste Sina Andrick dann ebenfalls mit einem Infekt, der einen Start unmöglich machte, passen. Die anderen Drei ließen sich davon nicht beirren und schon gings los. Beim Schwimmen hielten sie sich im Mittelfeld auf, wobei Kea zum Ende hin wegen aufkommender Schmerzen zurückfiel. Lea zeigt nach einjährigem Peru-Aufenthalt, dass sie nichts verlernt hat. Routiniert absolvierte sie den ersten Wechsel und konnte mit einer Gruppe auf die Radstrecke gehen. Kurz nach ihr erreichte Giuliana die Wechselzone und konnte nach ebenfalls gutem Wechsel mit einer Gegnerin auf die Radstrecke gehen. Durch die auftretenden Schmerzen lief es bei Kea nicht gut, sie musste allein die 20km Radfahren bewältigen, was ihren Kräftevorrat stark reduzierte. Kurz vor Ende der Radstrecke konnte Lea sich dann von ihrer Kontrahentin lösen und ging nach schnellem Wechsel auf die Laufstrecke. Für Giuliana gestaltete sich das Radfahren schwierig, da ihre Gegnerin zurückfiel und sie fast ¾ der Radstrecke allein im Wind fahren musste. So hatte sich der Rückstand auf ihre Schwester Lea vergrößert, was sie aber nicht davon abhielt, die Verfolgungsjagd aufzunehmen. Nach der ersten Laufrunde hatte sie den Rückstand fast vollständig eingedampft und konnte Lea und eine Mitkonkurrentin zu Beginn der zweiten Laufrunde überholen. Davon ließ sich auch Lea ermuntern, endlich die „Handbremse“ zu lösen und sie konnte auf der Reststrecke nochmal beschleunigen. Giuliana erreichte das Ziel auf dem 7. Platz. Lea finishte mit Abstand dahinter auf dem 8. Platz. Für Kea war der Wettkampf gegen sich selbst beim Radfahren eröffnet. Hatten einige gedacht, sie würde nach dem Radfahren aufgeben, so belehrte sie diese Zweifler eines Besseren. Nach dem Motto „Aufgeben ist keine Option“ wechselte sie auf die Laufstrecke und lief die 5km bis ins Ziel zu Ende. Mit einem Gesichtsausdruck, der ihre Schmerzen verriet, erreichte sie das Ziel und finishte auf dem 8.Platz.

Jetzt wirft schon der letzte Triathlon der Saison am 09.09.2017 in Vreden seine Schatten voraus.

Hier wollen die Hullerner Nachwuchstriathleten noch einmal alles geben und die Saison 2017 zu einem guten Abschluss bringen.

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